Razzia bei türkischen Bombenlegern

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Mit einer Großrazzia ist die Bundesanwaltschaft gegen eine linksextremistische türkische Terrorgruppe vorgegangen. Etwa 140 Polizisten durchsuchten am Mittwoch 13 Objektein Hessen, Nordrhein-Westfalen und im schleswig-holsteinischen Lübeck.

Wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte, richteten sich die Ermittlungen gegen zehn mutmaßliche Mitglieder einer ausländischen terroristischen Vereinigung, die innerhalb der „Türkischen Kommunistischen Partei/Marxisten-Leninisten“ (TKP/ML) bestehe. Die 1972 gegründete Partei wolle das türkische Staatsgefüge beseitigen und mit einem „bewaffneten Kampf“ eine kommunistische Gesellschaft in der Türkei einführen.

Am Vormittag wurden den Angaben zufolge insgesamt 13 Objekte in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein durchsucht, darunter in Frankfurt/Main, Offenbach, Gießen, Wetzlar, Köln, Leverkusen, Duisburg und Lübeck. Daran waren etwa 140 Polizeibeamte des Bundeskriminalamtes und der Länder beteiligt. Die Razzia erfolgte nach Durchsuchungsbeschlüssen des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofes unter der Leitung der Bundesanwaltschaft.

Die TKP/ML zeichne für eine Vielzahl von Bombenanschlägen mit teils tödlichem Ausgang in der Türkei verantwortlich, betonten die Ermittler. Die zehn Beschuldigten sollen daran beteiligt sein, in Deutschland und weiteren europäischen Ländern die materiellen und finanziellen Mittel für Anschläge zu organisieren.

Mit den Durchsuchungen wollen die Fahnder Beweismaterial über die personelle und organisatorische Struktur der Terrorgruppe innerhalb der TKP/ML gewinnen. Mit den weiteren Ermittlungen wurde das Bundeskriminalamt beauftragt.

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